Antrag Bienenweiden

Forstinning, 25.09.2014

Antrag an den Gemeinderat:

Begrünung von Seitenstreifen und anderen Freiflächen mit Bienenweiden

Viele Bäume säumen die Forstinninger Seitenstreifen entlang unserer Straßen. Dies trägt auf jeden Fall zu einem gesunden Klima und einem schönen Ortsbild bei. Jedoch ist auch in und um Forstinning der Trend auf landwirtschaftlichen Flächen sowie privaten Grundstücken zu einer immer monotoneren Bepflanzung und weiterer Bodenverdichtung zu beobachten. Dies führt dazu, dass Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten immer weniger Futterpflanzen finden.

Viele Gemeinden auch im Landkreis Ebersberg sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, Seitenstreifen entlang von Straßen, freie Flächen und Pflanztröge mit Bienen und Insekten freundlichen Weideblumen zu bepflanzen.

Dies hat mehrere Vorteile:

  • Straßen und Wege werden bunter und verschönern das Orts- und Landschaftsbild
    mit im Jahresverlauf wechselnden Blüten
  • Insekten, vor allem Bienen und Schmetterlinge, in Folge davon auch viele Singvögel profitieren von der Artenvielfalt
  • Wiesen- und Weidenblumen müssen in der Regel nur ein bis zweimal pro Jahr gemäht
    werden, so dass hier nach einer einmaligen Pflanzaktion der Pflegeaufwand sehr
    gering ist.
  • Es gibt übrigens auch Pflanzmaterial, das für die Verwertung in der Biogasanlage
    verwendbar ist.

Unsere Imker vor Ort, der Landschaftspflegeverband Ebersberg e. V., der BUND e. V., aber auch Landwirte und Privatpersonen unterstützen diese Vorhaben mit Rat, Tat und gegebenenfalls finanziellen Zuschüssen. Wir möchten den Gemeinderat bitten, den nachfolgenden Beschluss zu fassen sowie unsere Verwaltung und deren Mitarbeiter diesen im nächsten Jahr umzusetzen:

  1. Wo immer möglich, vor allem auf den Seitenstreifen entlang der Mühldorfer Straße nach Aitersteinering, des Siegstätter Weges Richtung Friedhof, der Moosstraße entlang des Fahrradweges der SST 2080 von Schwaberwegen nach Moos sowie auf weiteren mögliche Flächen u. a. in Neubaugebieten entspechende Maßnahmen zu ergreifen um die Bodenflächen vorzubereiten und mit Bienenweiden-Saatgut (z. B. in Absprache mit dem LPV e. V. oder den Imkern vor Ort) neu zu bepflanzen.

  2. Entsprechende Mittel für die Bodenvorbereitung und die Erstbepflanzung in den Haushalt einzustellen.

Die Fraktion der SPD:
Karl Segerer, Brigitte Fuhrmann, Christine Reichl-Gumz, Moritz Neubauer Fraktionssprecherin: Christine Reichl-Gumz, St.-Johannes-Str. 7, 85661 Forstinning, Tel. 08121/1004